Integration von unten - Integrierte Modernisierungskonzepte Integration von unten

 

Gestaltungsfeld “Informatisierung”

Resümee: Vom Gestalten-lernen bis zum Gestalten der Gestaltung

Will man die elf Akte zusammenfassen, kann man sagen, dass sich die Mitarbeiter der Firma Lust im Projektverlauf den folgenden Fragen gestellt haben: Wie lerne ich zu gestalten? Was muss wie gestaltet werden und wir kommen wir dorthin? Und schließlich: Wie kann Gestaltung auch ohne das Integrunt-Projekt und Unterstützung von außen auf Dauer funktionieren? Das heißt im Einzelnen:

Gestalten lernen

Dabei geht es darum, Gestaltungskompetenz erst einmal zu entwickeln und immer wieder aufs Neue auszuweiten um so langsam von einem eingeschränkten Schlüssellochblick zu einem Verständnis des Baan-Systems im „großen Ganzen“ zu gelangen. Es gilt zu lernen, was gestaltbar ist und vor allem wie man gestalten kann. Das Lernen passiert dabei nach den Prinzipien: Lernen voneinander und zwar entlang der eigenen Erfahrungen und im Prozess der Arbeit. Unterstützt wurden die Prozesse selbst gesteuerten Lernens durch für das Projekt vom ISF entwickelte Methoden (Twins und Tracking).

Gestaltung erarbeiten

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Erarbeitung ganz konkreter technischer Gestaltungsziele. Als besonders dringliche Optimierungsbedarfe in Baan wurden dabei im Detail bearbeitet: Der Einsatz eines Handscanners im Lager; ein konsistenter Umgang mit disponiblen Teilen; die zeitnahe Aktualisierung bei Bestandslisten bei neu eingegangenen Teilen ohne zugewiesenen Lagerplatz sowie das Abspecken der Masken im Einkauf. Erarbeitet wurde dazu gemeinsam nicht nur die konkreten (technischen) Verbesserungswünsche, sondern auch die Fragen, wie unternehmensintern argumentiert und vorgegangen werden muss, um die Umsetzung auch wirklich durchsetzen zu können. Gearbeitet wurde in Workshops als Impulsgeber und Erprobungsraum, die aber kombiniert wurden mit viel Selbstaktivität, die integriert im Arbeitsprozess stattfand.

Gestaltung gestalten

Aus der konkreten Arbeit und den gemachten Erfahrungen im Projekt, kam ein neues Ziel ins Auge, nämlich die Informatisierung „von unten“ nachhaltig im Unternehmen zu verankern und organisatorisch auf Dauer zu stellen. So wird das Projekt Integrunt zum „Geburtshelfer“ eines nachhaltig wirkenden Unternehmensteams. Das Besondere: Die Mitarbeiter gestalten nicht mehr nur das technische System Baan. Sie gestalten, wie Gestaltung ab jetzt weiterhin erfolgreich verwirklicht werden kann. Sie definieren nicht nur die Ziele und Aufgaben, sondern auch die Besetzung, die Struktur, die organisatorische Einbettung und die Arbeitsweise dieses neuen Teams. D.h. Mitarbeiter machen Organisationsentwicklung „von unten“ um Informatisierung „von unten“ auf Dauer zu stellen.

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