Integration von unten - Integrierte Modernisierungskonzepte Integration von unten

Uni Augsburg
Ausrichter der Veranstaltung
ist die Universität Augsburg.

Veranstaltungsflyer (pdf)

Pressemitteilung (pdf)

Fachtagung und Abschlußveranstaltung

Die Organisation der Selbstorganisation – Integration betrieblicher Modernisierung

Termin
21.02.2008 von 9.00 Uhr bis 16.45 Uhr.

Veranstaltungsort
Universität Augsburg
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg
Phil.-Fakultätsgebäude
Hans-Holbein-Hörsaal (Hörsaal II) sowie
Seminarräume 2101 bis 2105 und 2108

Die Tagungsgebühr betrug 50,– EUR. Hierin enthalten waren die Teilnahme an der Konferenz, die Teilnehmerunterlagen (Aushändigung vor Ort zu Veranstaltungsbeginn), die Pausenverpflegung, das Mittagessen sowie kalte und warme Getränke. Für Tagungsteilnehmer standen Zimmerkontingente in zwei Augsburger Hotels zur Verfügung.

Programm
09.00 Uhr Ankunft und Empfang
10.00 Uhr Begrüßung
Prorektor Prof. Dr. Horst Hanusch, Universität Augsburg
10.10 Uhr Das Rahmenkonzept „Forschung für die Produktion von morgen“
Dr. Arne Simon, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Referat Produktionssysteme und -technologien

10.25 Uhr Wandel von Organisation und Selbstorganisation
Prof. Dr. Fritz Böhle, Universität Augsburg
10.45 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Präsentation und Diskussion des Projektes Integrunt (Parallelangebote)
  Präsentation 1
Glomb GmbH & Co. KG, Reflexa-Werke-Albrecht GmbH, Elektro-Bau Rubach GmbH & Co. KG, ISF München
  Präsentation 2    
ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH, Lust Antriebstechnik GmbH, ept GmbH & Co. KG, ISF München, Universität Augsburg
13.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Präsentation und Diskussion des Projektes Integrunt (Parallelangebote)
  Präsentation 1
Glomb GmbH & Co. KG, Reflexa-Werke-Albrecht GmbH, Elektro-Bau Rubach GmbH & Co. KG, ISF München
  Präsentation 2    
ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH, Lust Antriebstechnik GmbH, ept GmbH & Co. KG, ISF München, Universität Augsburg
15.45 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Organisation der Selbstorganisation: Neue Herausforderungen an das Management
Prof. Dr. Fritz Böhle, Universität Augsburg
16.45 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Themenübersicht

Kontinuierliche Reorganisation
Neue Organisationskonzepte spielen heute im Wirtschaftsleben eine erhebliche Rolle. Dezentralisierung, Produkt-, Prozess- und Kundenorientierung sind wichtige Stichworte. Eine Reihe von Innovationen wurden entwickelt und in der Praxis realisiert: Gruppenarbeit, TQM, KVP und vieles andere mehr. Oft stehen jedoch solche einzelnen Veränderungen der Organisation unverbunden nebeneinander. Es fehlt somit eine wechselseitige Integration der Bausteine der Reorganisation.
Die betriebliche Reorganisation ist keine einmalige Veränderung, sondern ein kontinuierlicher Prozess für Unternehmen. Daher kann es kein in sich abgeschlossenes, umfassendes „Modernisierungskonzept“ geben. Zu den bisher bekannten Bausteinen wie TQM, Just-in-Time usw. treten neue hinzu und die bereits bestehenden müssen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden. Die Integration einzelner Maßnahmen wird somit zur permanenten Aufgabe.

Wissen der Mitarbeiter
Die konkreten Anforderungen an die Anpassung und Integration von Veränderungen ergeben sich zu einem großen Teil erst bei ihrer Realisierung und vielfach auch erst im Zuge ihrer praktischen Handhabung. Sie sind daher im Planungsstadium „von oben“ nur begrenzt vorhersehbar. Mitarbeiter haben Kenntnisse über die Gegebenheiten „vor Ort“ und sind unmittelbar in laufende Prozesse und Veränderungen eingebunden. Sie erkennen daher die Erfordernisse und die Anknüpfungspunkte für deren Integration und sind in der Lage sie praxisbezogen zu gestalten.

Grenzen der Planung – Betriebliche Konstellationen
Im Verbundprojekt INTEGRUNT wurden vier unterschiedliche Konstellationen bei der Einführung von Modernisierungsbausteinen identifiziert, bei denen die genannten Grenzen der Planung auftreten und daher eine „Integration von unten“ notwendig ist:

  • Die Integration einer neuen Maßnahme in die bestehende Organisation (im Vordergrund steht hier die Anpassung an das Bestehende);
  • Die Integration einer neuen Maßnahme mit hierdurch ausgelösten Veränderungen in anderen Feldern und Bereichen (im Vordergrund stehen hier komplexe Folgen einer Veränderung, die ex ante jedoch nur begrenzt absehbar sind);
  • Die laufende Integration als Bestandteil modernisierter Strukturen (in neuen flexiblen Arbeitsstrukturen entstehen Anforderungen an die laufende wechselseitige Abstimmung einzelner Arbeitsaufgaben und -prozesse; im Vordergrund steht hier somit die jeweils situative Handhabung und Ausfüllung von modernisierten Strukturen);
  • Die laufende Reintegration bereits realisierter Modernisierungsbausteine (im Vordergrund steht hier die laufende Anpassung bereits realisierter Modernisierungsbausteine an die beständige Weiterentwicklung von Technik, Produktion, Personal usw. im Unternehmen).

Mitarbeiter als Organisator
Im Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Integrunt wurden neue Formen der Mitarbeiterbeteiligung entwickelt. Sie richten speziell auf die Bewältigung von Grenzen der Planung und die prozessnahe Entwicklung und Gestaltung von Veränderungen. Sie beruhen auf einer

  • (Selbst-)steuerung und (Selbst-)integration der Mitarbeiter durch
  • die Einbindung in die prozesshafte Gestaltung, Anpassung und Integration der Modernisierung unter besonderer Berücksichtigung und Förderung
  • informeller Abstimmung in laufenden Prozessen.

Integrunt-Modelle

  • Integration unterschiedlicher Unternehmenskulturen
  • Selbstorganisierte Prozessinnovation
  • Agile Kooperation und Kommunikation
  • Organisatorisches Arbeiten im Prozess
  • Laufende nutzergesteuerte Anpassung von ERP-Systemen
  • Change-Katalysator
 

 

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